11.11.-16.11.13 / OutBackPackers

Montag 1. Tag
So am Montag, den 11.11. ging es um halb 7 vor dem Base Hostel nach Coonabarabran. Aber na ja ich dachte mir so: "Es ist doch voll doof und langweilig, wenn mal alles richtig läuft." Somit hatte ich mir vorgenommen zu verschlafen.

Die paar Wecker, die ich für 5 Uhr gestellt habe, habe ich gekonnt ignoriert und auch die anderen Leute in meinem Zimmer zogen mit und überhörten sie.

Als ich mich dann man entschlossen habe auf die Uhr zu gucken, sah ich dass es bereits 6.45 ist und hatte einen ziemlichen Schock bekommen. Innerhalb von ein paar Sekunden war ich voller Energie und hatte die Aufmerksamkeit von ein paar Zimmergenossen als ich mehrmals "SCHEIßE! SCHEIßE! SCHEIßE!" und ein paar mal "FUCK!" geflucht habe

Ich sammelte meine Rucksäcke ein und erinnerte mich, dass ich in dem Dokument, das ich über eine Email bekommen habe, etwas von einer Emergency number gelesen hatte. Als ich jedoch danach suchte fand ich nur:

For emergencies only –(Jo’s Mobile number)

leider keine Nummer von Jo. Die andere Nummer die ich fand war:

Please call us for any urgent matters: 02 9281 ****

Die Nummer war jedoch von dem TAW Shop und der hatte so früh nicht auf. Hm. Scheiße. Die Leute vom X Base Hostel hatten auch keine Ahnung und somit blieb mir nichts anderes übrig als bisschen zu recherchieren. Ich checkte out, um falls ich jemanden erreiche direkt breit zu sein.

Ich fand heraus, dass die Ranch in der Nähe von Coonabarabran ist und da müsste ich hin. Im Internet fand ich keine nützlichen Informationen über Zugverbindungen und ging benachbarten Bahnhof. Dort erzählte mir ein netter Mann hinter dem Schalter, dass man nur einmal am Tag dort hinfahren kann und das ich etwa 2 Stunden zu spät war. Ich hätte am besten direkt, als ich aufgestanden bin dorthin laufen sollen.

Um 9 Uhr war dann auch der TAW Shop auf und die gab mir dann auch die Nummer von der Jo und diese erzählte mir, dass es ein Zug gibt der immer mal nach Coonabarabran fährt.

Übrigens hat es ziemlich geregnet und es hat tierisch Spaß gemacht mit den ganzen Sachen hin und her zu laufen.
Im Hostel gab es nur Schließfächer die man bezahlen musste, die auch nicht billig waren und in dem TAW Shop durfte ich meine Sachen auch nicht ablegen.

Ein hin und ein her und im Endeffekt gab es kein Zug, der direkt dorthin fährt. Es gab nur die eine Verbindung, die mir vorher schon beschrieben wurde.

Als ich mit der Jo telefoniert habe und ihr berichtet, dass ich erst am Dienstag dort ankomme, hat sie gemeint, dass es schade ist und ich leider 2 wichtige Tage verpasse. Ich habe also keinen garantierten Job nach der Woche und muss daher zurück nach Sydney und dort würden sie mir dann helfen etwas in der Umgebung zufinden.

Der Transfer dorthin kostete mich 67$ und dauerte ungefähr 7 Stunden. Die Woche umbuchen konnte ich auch nicht.

Für den restlichen Tag war ich dementsprechend gut gelaunt. Außerdem musste ich noch bis 1 Uhr warten bis ich wieder in mein altes Zimmer ziehen konnte. Schwachsinnig. Ich hatte das gleiche Bett und von den Leuten dort, ist auch keiner ausgecheckt. Ich hätte einfach nur neue Laken gebraucht.

Als ich endlich einchecken konnte, bezog ich mein altes Bett und schaute nur in mein Laptop. Ich war recht sauer auf mich.

Der Tag verging und ich habe mich recht früh ins Bett gelegt um nicht nochmal zu verschlafen und checkte ungefähr 1000 mal meine Wecker.

Dienstag, 2. Tag
Ich musste, um nach Coonabarabran zu kommen, erstmal nach Lithgrow. Von dort aus gab es dann nur noch ein Bus der mich dann 5 Stunden ins Outback brachte.

Um 15 Uhr bin ich dann in Coonabarabran ausgestiegen. Entgegen meiner Erwartungen, war es doch größer und ich hatte sogar Empfang. Aber ich hatte mich zu früh gefreut. Dort wurde ich von einer Mitarbeiterin abgeholt und wir fuhren etwa 45 Minuten weiter ins Outback. Da hatte ich dann kein Empfang mehr. Dort war es dann auch nicht mehr so groß. Wir waren etwas in der Mitte zwischen Coonabarabran und Coolah.

Um halb 5 kam die Gruppe von ihrer Aktivität. Sie bestand aus 2 Deutschen, 1 Türke, 2 Schweden, 4 Engländern und 1 Kanadier + mich.
Wir hatten ein kleines Haus in dem wir lebten. Dort gab es Licht, warmes Wasser und Internet. In 3 Räumen wurden Betten aufgestellt. In 2 Räumen schlief die Gruppe und in dem 3. die Frau die uns beaufsichtigte.

Später gab es dann Spagetti Bolongnese zu Essen.

Ich habe dann die Leute gefragt, was sie die letzten 2 Tag gemacht haben, da es ja etwas wichtiges war. Aber so wichtig war es nicht. Am Montag konnten sie nicht viel machen, da das Wetter ziemlich schlecht war und heute, Dienstag, haben sie ein Stück Zaun rausgerissen.
Sie haben auch gemeint, dass es nicht so wichtig war. Es war auch nicht wirklich schwer.

Ach so. Man durfte während der Woche nur englisch sprechen und nicht jammern. Ansonsten muss man Liegestütze machen.

3. Tag - ein Mittwoch:
Heute der Tag war echt super. Man steht so gegen halb 7 auf und geht frühstücken und lässt es erstmal etwas locker angehen. Um halb 8 wurde man dann mit einem Kleinbus zur Ranch gefahren.
Heute wurden wir in 2 Gruppen aufgeteilt, da nicht so viele Pferde und Quads/Motorräder da waren.

Ich war in der Gruppe, die zuerst mit den Pferden ritten. Uns wurde gezeigt wie man sie und die Hufen säubert, wie man die Halfter und den Sattel anlegt. Wir ritten über die ganzen Weiden von den Bauern, die sich dort zusammengetan haben.
Wir ritten etwa 2 Stunden. Meine alte Pferdedame war etwas ruhig und wollte lieber etwas gemütlicher und langsamer als die anderen gehen. Teilweise wollte sie auch nicht so wie ich und ging ihren eigenen Weg. Doch gegen den Hauptgaul konnte sie nichts tun und wenn er zu uns kam, gab sie nach und folgte den anderen.

Als wir wieder an der Ranch waren, säuberten wir die Pferde nochmals und übten mit dem Anhänger rückwärtsfahren.

Gegen 12 Uhr gab es Lunch und eine Stunde Pause.

Anschließend waren wir mit den Motorrädern und den Quads dran.
Unser Guide erklärte uns etwas die Motoren und die Geräte selbst. Und nach der kleinen Einweisung ging es staubfressen. Es war ziemlich staubig, wenn man nicht als erster fährt. Das Atmen fällt bisschen schwer, aber auch die Sicht ist etwas sehr eingeschränkt, wenn man keine Sonnenbrille dabei hatte.
Nach einer halben Stunde und ein paar steilen und steinigen Hängen, fuhren wir zurück zum Haus von unserem Cowboy.
Nun waren die Motorcrosse dran. Nach einer kleinen Eingewöhnungsrunde fuhren wir über die ganzen Weiden vom Cowboy. Es macht schon tierisch Spaß, wenn man mit 80 über die Weiden brettern kann! =)
Es ging auch durch ein kleines Waldgebiet, wo wir auch ein Känguru sahen, das dort umherhüpfte.
Nach etwa 1 1/2 Stunden Fahrt ging es zurück zum Treffpunkt und dort wurden wir dann um 4 abgeholt.

Auf der Fahrt zurück zum Haus wurde die Nachricht bekannt geben, dass es keine Jobs für uns nach der Woche gibt. Es hat nur einer Job einen bekommen. Diese schlechte Nachricht hat ein paar von uns ziemlich die Stimmung versaut, da sie teilweise dieses Training gebucht haben, weil es hieß, dass man garantiert danach einen Farmjob hat und ihnen das Geld knapp wurde.

Nach ein paar Stunden ging es wieder, aber sie waren dennoch nicht so gut darauf zu sprechen.

Am Abend sind wir in den nächsten Pub gefahren, der etwa eine halbe Stunde Fahrt entfernt war. Dort gab es dann Abendessen und man konnte gemeinsam ein paar Bier trinken. Die dort heimischen Leute konnte man nach ein paar Bieren schon gar nicht mehr verstehen. Ihr Dialekt war schon so schwierig und dann noch der Alkohol macht es nicht unbedingt einfacher.

Nach Mitternacht sind wir dann auch aufgebrochen.

Auf der Fahrt sahen wir auch ein kopfloses Kangaroo auf der Straße schlafen...und auch ein Auto das einen kleinen Schaden vorne hatte...ob es eine Verbindung zwischen denen beiden Dingen gibt, ist nicht ganz sicher.

Tag 4. Der Donnerstag
Heute sind wir wieder um die gleiche Uhrzeit aufgestanden und auch um die gleiche Uhrzeit zur Ranch gefahren. Heute mussten wir den Zaun, den die Leute am Dienstag rausgerissen haben, neu aufstellen. Zuvor war dort nur ein Zaun mit Holzpfälen und wir hatten die Aufgabe nun Metallpfäle in den Boden zu rammen und später den Stacheldraht und den normalen Draht anzubringen. Ich glaube das war eine Strecke von um die 400 Metern. Irgendwie rechnen die auf dem Land mit Foot und Inches und an der Küste mit Metern....hm....seltsam.

Damit man nicht nur den Zaun macht, wurden 5 Leute rausgepickt, die mit den Motorrädern Kühe getrieben haben. Die anderen hatten dann die Aufgabe später erledigt.

Das Kühetreiben war echt lustig und hat viel Spaß gemacht. Anfangs sollten wir eine gelbe Kuh, die ausgebügst ist, wieder auf die richtige Weide treiben. Jedoch stellte sich das als recht schwierig heraus, da sie lieber ihr eigenes Ding machen wollte. Später ist sie dann durch den Zaun auf eine andere Weide geflüchtet. Der eine Guide meinte dann später, als wir den Zaun reparierten und der Kanadier sagte, dass sie sich bestimmt ins Fäustchen lacht, dass sie nichts mehr zu lachen hätte, wenn er später mit den Hunden kommt, stupid cunt.

Er war so ein typischer Cowboy, wie man sich es vorstellt. Er hat sein Haus bei seiner Ranch, hat seine Kühe und führt ein richtig "angenehmes" Leben.

Das einzigste was tierisch nervte waren die Fliegen. Sie sind überall, sind in Scharen unterwegs und wollten aus welchen Grund auch immer in die Ohren, Nasenlöcher, Augen oder in den Mund. Komische Dinger.

Den Zaun machten wir an dem Tag noch fertig und am Abend spielten wir wie immer etwas Fußball und setzten uns gemütlich zusammen.

Freitag, der 5. Tag:
Heute war der letzte Tag und wir konnten heute eine ganze Stunde länger schlafen. Wow... Sehr nett von denen. Na ja. Für den Tag war nicht viel geplant. Wir wurden wieder in 2 Gruppen aufgeteilt, wovon die eine Hälfte bei der Treffpunkt-Ranch blieb und dort verschiedene Sachen machte und die andere machte "Cattle Work", zu der Gruppe gehörte ich.
Wir fuhren auf die Ranch von den Eltern von unserem Guide. Dort warteten wir mal wieder, was recht oft vorkam. Unser Guide und ein Freund von ihm trieben die Kühe in einen kleineren Bereich und von dort aus in ein stählernen Irgendwas. Das Ding war Rund und hatte mehrere Tore und Bereiche. Diese nutzen wir, um die Kleintiere von den Großen zu trennen. Das war nicht so leicht, weil die 2 Bullen uns etwas Angst einjagt, wenn sie ein paar Meter vor uns standen und uns anguckten, aber auch so war es nicht so leicht.
Innerhalb der Herde gab es mehere Kühe, die pinke Augen hatten. Das ist eine Infektion im oder am Auge, was dazuführt, dass die Kuh dort erblindet. Das kann man allerdings mit einer Salbe behandeln. Die Kühe mit dem pinken Auge sortierten wir von den gesunden aus und schmierten Salbe in die infizierten Augen. Teilweise konnten die Kühe überhaupt nichts mehr sehen. Die Infektion wird anscheinend über Fliegen an andere Kühe weitergegeben.

Von den Kleintieren mussten dann ein paar auch behandelt werden und bekamen zusätzlich noch einen Sensor ans Ohr.

Nach dem Mittagessen und der Mittagspause wurden dann die Autos, Quads und die Motorräder gesäubert, mit Benzin und Öl aufgefüllt.

Abends feierten wir dann noch unsere Woche.

Der letzte Tag, Samstag:
Wir konnten uns am Tag zuvor aussuchen, ob wir nach Brisbane oder nach Sydney wollen. Der Transfer zurück war im Gesamtpreis nicht inbegriffen, was uns alle etwas verwunderte.
Auf dem Heimweg, der etwa 6 Stunden dauerte, schmissen wir die 4 Leute an einem Bahnhof raus, die nach Brisbane fuhren (Die Tickets wurden zuvor von der Chefin gebucht, auch die Hostels).

In Sydney angekommen hatte bis auf einer keine Unterkunft. Somit verstreuten wir uns und gingen auf Hostelsuche. Meine erste Wahl war das Railway Square Hostel, weil wir auch am Bahnhof rausgelassen wurden. Dort hatte ich dann auch das Glück eine Unterkunft zu bekommen und habe direkt mal eingecheckt. =)


Fazit:
Joa. Also die Woche hat echt ziemlich Spaß gemacht. Man hat einige Leute kennengelernt, aber so richtig gelernt hat man eigentlich nichts. Für 899$ hatte ich mier mehr vorgestellt bzw. auch gedacht, dass der Transfer zurück nach Sydney mitinbegriffen wäre (hat 50$ gekostet). Aber dennoch hatte man einen Einblick ins Outback und ins Farmleben.
Die Chefin hat erzählt, momentan siehts schlecht mit Jobs aus, weil Weihnachten ist und dort die Farmer meistens wohin fahren, jedoch als ich den einen Farmer gefragt habe, wie es mal mit Urlaub aussieht, hat er gemeint, dass es eigentlich nicht geht. Es gehen mal 1-2 Wochen, wenn man eine Gruppe von Farmern ist, wie sie dort. Dann könnte jemand anderes mal nach seinen Kühen gucken, aber der hat ja selbst genügend Kühe und das gestaltet sich schwierig, wenn man beides für längere Zeit machen muss.
899$ sind zu viel dafür gewesen. 500-600$ wären es Wert gewesen, nicht mehr.

Wir hatten unseren Spaß, aber niemand hat das bekommen, das er gedacht hat.


http://www.flickr.com/photos/109861202@N02/

1.12.13 16:12

Letzte Einträge: Wieder in Sydney, Wieder in Sydney / vom 16.11. bis 24.11.13, Immer noch Sydney / 25.11.-1.12.13, Weihnachten =), Immer noch in Sydney / Fortsetzung: 25.11-1.12.13, Sydney / 9.-15.12.13

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen
Powered by 20six / MyBlog
Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung